wahn2012

Rupert Sheldrake
Übersetzung von Jochen Lehner

Bestellen Sie: Gebundene Ausgabe   Kindle

Das Leben ist mehr als Materie. Lässt sich die Welt rein mechanistisch erklären? Sehen wir uns selbst wirklich als genetisch programmierte Maschinen? Kommt das Bewusstsein tatsächlich aus dem Gehirn? Der berühmte Biologe Rupert Sheldrake beweist in seinem provozierenden neuen Werk, dass das materialistische Weltbild nicht mehr haltbar ist. Er zeigt anhand von zehn Dogmen der Wissenschaft, dass die meisten Forscher an Vorstellungen festhalten, die längst überholt sind. Sheldrake fordert ein neues, grenzüberschreitendes Denken und plädiert für mehr Offenheit und Neugier in den Naturwissenschaften.

»Sheldrake ist ein herausragender Wissenschaftler. Er gehört zu jenen echten, visionären Entdeckern, die in früheren Zeiten neue Kontinente fanden.« New Scientist



Ged Natur 2011

Das Geheimnis der Entstehung der Formen.
Komplett überarbeitete Neuausgabe (2011)

Rupert Sheldrake (Übersetzung von Jochen Lehner)

Das revolutionäre Erklärungsmodell des von der Wissenschaft bisher ungelüfteten Rätsels der Formenentstehung. Warum sieht etwas so aus wie aussieht? Welche offenbar intelligente Kraft gibt ihm seine eigentümliche Form? Die morphogenetischen Felder bilden ein höchst einleuchtendes Erklärungsmodell, das zu umwälzenden Konsequenzen für das moderne Denken und seine naturwissenschaftliche Weltsicht führt.

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universum2008

Die Theorie der morphogenetischen Felder und der morphischen Resonanz.
Komplett überarbeitete Neuausgabe (2008)

Das grundlegende Werk Sheldrakes, in dem er seine These von den morphogenetischen Feldern vorstellt. Diese können Informationen zu allen Genen einer Spezies übertragen. Eignet sich beispielsweise ein Angehöriger einer biologischen Gattung ein neues Verhalten an, wird sein morphogenetisches Feld verändert. Behält er sein neues Verhalten lange genug bei, beeinflusst die "morphische Resonanz", eine Wechselwirkung zwischen allen Gattungsangehörigen, die gesamte Gattung. Mit diesen Thesen hat der Autor weltweites Aufsehen erregt.
Mit einem Vorwort speziell für die deutsche Neuausgabe 2008.

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7sinn tiere pb

Warum ihre Katze weiß, wann Sie nach Hause kommen, und andere bisher unerklärte Fähigkeiten der Tiere
Rupert Sheldrake (Übersetzung von Michael Schmidt)

Tiere haben oft ein unglaubliches Gespür für Dinge, die noch gar nicht passiert sind, und einen Orientierungssinn, der an Wunder grenzt. Vor allem Hunde und Katzen spüren häufig, wann ihr Besitzer nach Hause kommt, manche, dass "ihr Mensch" in der Ferne einen Unfall erleidet. Andere Tiere finden über unglaubliche Distanzen ihren Weg nach Hause oder spüren Katastrophen voraus. Diese Verhaltensweisen deuten darauf hin, dass Tiere über telepathische Fähigkeiten verfügen. Ihre Kommunikation scheint durch ein soziales bzw. morphisches Feld gesteuert zu werden - auch in ihrer Beziehung zu Menschen. Rupert Sheldrake, weltbekannter Biologe und Forscher, stellt seine Ergebnisse zum "siebten Sinn" der Tiere bzw. ihren erstaunlichen intuitiven Fähigkeiten seinem Publikum vor. Dabei stützt er sich auf Berichte von Tierbesitzern aus aller Welt sowie auf eigene ausführliche Experimente.

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7sinn

Gedankenübertragung, Vorahnungen und andere unerklärliche Fähigkeiten (2003)

Rupert Sheldrake (Übersetzung von Michael Schmidt)

In diesem Buch erforscht Rupert Sheldrake die Möglichkeiten der Wahrnehmung, über die der menschliche Geist verfügt. Viele Menschen wissen, dass der Geist mehr kann, als allgemein angenommen wird. Sie spüren es fast körperlich, wenn jemand sie von hinten anstarrt. Ist das alles nur Einbildung? Und wie steht es vergleichbaren Erscheinungen wie Telepathie und Vorahnungen? Sind das rein subjektive Ansichten? Auf Grund jahrelanger, intensiver Forschung tritt Sheldrake in diesem Werk überzeugend dafür ein, dass solche Phänomene real sind.

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sieben exp pb

Rupert Sheldrake
Übersetzung von Jochen Eggert

Wie erklärt sich der berühmte Placebo-Effekt? Wie kommt es, dass Tauben immer wieder sicher zu ihren Besitzern zurückfinden? Was die Schulwissenschaft nicht erklären kann, das halten ihre Vertreter gerne für nicht existent. Der Autor stellt diese Überzeugung durch sein unkonventionelles Vorgehen grundsätzlich in Frage. Er lädt jeden interessierten Laien dazu ein, die in diesem Buch vorgestellten sieben Experimente einmal selbst durchzuführen. Mit geringem finanziellen Aufwand und unbestreitbar wissenschaftlicher Methode führt seine Vorgehensweise zu Ergebnissen, die eine völlig veränderte Sicht auf die Wirklichkeit erlauben. Wer Sheldrakes Forscherdrang folgt, wird sich selbst und das Abenteuer des menschlichen Geistes neu begreifen.

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Die Seele ist ein FeldMatthew Fox und Rupert Sheldrake

Naturwissenschaft und Religion werden seit dem 17. Jahrhundert als gegensätzliche, ja einander ausschließende Bereiche gesehen. Sheldrake und Fox sind jeweils einem der beiden Lager zuzurechnen - doch beide Dialogpartner verbindet der Wunsch, die gegenwärtigen Grenzen der Schulwissenschaft wie der mechanistischen Religion zu überschreiten. Denn in der Trennung der beiden Bereiche sehen sie die Ursache der Gegenwartskrise der ökologischen Zerstörung und der Verzweiflung und Ohnmacht des Menschen.

Aus dem Inhalt:
Lebendige Natur und Schöpfungsspiritualität - der Paradigmenwechsel in Naturwissenschaft und Religion
Die Seele ist ein Feld - ein naturwissenschaftliches Modell der spirituellen Erfahrung Morphische
Resonanz und Ritual - über die Bedeutung der Rituale
Die Wiederbelebung der Erziehung - von der Notwendigkeit eines ganzheitlichen, praxisorientierten Erziehungssystems
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Engel - die kosmische Intelligenz

Rupert Sheldrake und Matthew Fox

Was haben Engel mit Photonen gemein? An den Gedanken, dass es im Universum noch ein höheres Bewusstsein geben könnte als das des Menschen, haben wir uns mittlerweile schon gewöhnt. Während das Genre des Science fiction dieses Bewusstsein oft recht naturwissenschaftlich-technisch und kriegerisch darstellt, häufen sich in den letzten Jahren die Bücher und Filme über die unsichtbaren Schutzengel und ihre Aktivitäten mitten unter uns. Die persönlichen Schutzengel stellen aber nur einen kleinen beschränkten Ausschnitt der astronomischen Zahl von geistigen Wesenheiten im Kosmos dar. Davon sind jedenfalls Matthew Fox, ein bekannter amerikanischer Theologe und sein Dialogpartner, der englische Biochemiker und Philosoph Rupert Sheldrake überzeugt.

Sheldrake hatte bereits in den achtziger Jahren in der naturwissenschaftlichen Welt für zum Teil zornigen Aufruhr gesorgt, als er mit seinem Buch ,,Das schöpferische Universum'' eine Revolution in der Biologie einläutete. In diesem Buch legte er dar, daß das gesamte sichtbare Universum vom Atom über den Menschen bis zu Galaxiehaufen von nicht-materiellen Feldern organisiert wird, die sich nicht auf die bekannten Felder der Physik zurückführen lassen. Diese Felder seien wie Kugeln in Kugeln hierarchisch, oder besser ,,holarchisch'' (holon, griechisch: das Ganze) gegliedert, so dass sich zum Beispiel mehrere Atomfelder in einem Molekülfeld befinden, die wiederum von einem Kristall- oder Makromolekülfeld organisiert werden. Jede Ganzheit ist also immer gleichzeitig Teil einer größeren Ganzheit, so wie sich der Mensch als selbstbestimmtes Individuum (,,Unteilbares'') und als Teil der Menschheit empfindet. So wie kein Eichenblatt der Welt einem anderen gleicht, erkennt man es doch auf Anhieb. D.h., diese Felder geben ein ,,unscharfes'' Ziel vor und entziehen sich somit einer exakten Vorausberechnung.

Die Autoren des im Kösel-Verlag erschienenen Buches ,,Engel, die kosmische Intelligenz'' bringen jene Felder in Verbindung mit Kreativität und Bewusstsein und entwickeln vor dem Auge des Lesers einen schöpferischen Dialog. An Hand dreier großer Vertreter der traditionellen Angeologie (Lehre von den Engeln), unter ihnen Hildegard von Bingen und Thomas von Aquin, unternehmen sie den Versuch, nach rund dreihundert Jahren der Trennung von Geistes- und Naturwissenschaft traditionelle Vorstellungen über die Engel in Bezug zu neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, vor allem aus der Physik, zu setzten. Ohne in plumpe Gleichsetzungsversuche zu verfallen, fragen die Autoren nach dem Wesen der Dinge und nutzen dabei tabulos das kreative Denken in Analogien. So stellen Fox und Sheldrake beispielsweise erstaunliche Parallelen zwischen dem Wesen der Engel nach Thomas von Aquin und dem Wesen der Photonen, wie Einstein es beschrieb, und zwar hinsichtlich ihrer Bewegungsweise, ihrer Alters- und Masselosigkeit.

Und seit sich in den späten sechziger Jahren die so genannte ,,Urknalltheorie'' in der Naturwissenschaft durchgesetzt hat, die besagt, dass das Universum vor rund 15 Milliarden Jahren aus in einem unvorstellbar heißen, stecknadelkopfgroßen Punkt heraus ins Dasein trat und sich noch immer ausdehnt und entwickelt, bekommen auf einmal alte Überlieferungen eine Aktualität, die Licht und Feuer als Attribute der geistigen Wesenheiten sehen, die der Gottheit am nächsten stehen. Auch ,,Luzifer'' (der ,,Lichtträger'') gehörte nach Hildegard von Bingen zu ihnen.

Fox und Sheldrake entwerfen ein Zukunftsbild, in dem die Welt wieder geheiligt und dadurch heil werden kann. Dies nun aber nicht durch die bloße Anerkennung eines höheren, wesenhaften Bewusstseins, sondern durch den gezielten, ja forschenden Versuch, das Wirken von Engeln in allen Bereichen des sich entwickelnden Mikro- und Makrokosmos zu erkennen und mit ihnen in Kontakt zu treten. Es wäre schon eine spannende Angelegenheit, wenn die gesamte, heute in unzählige Spezialdisziplinen untergliederte Wissenschaft in eine Forschung des Bewusstseins im Kosmos mündete. Angesichts sich verschärfender globaler, ökologischer Bedrohungen allemal einen Versuch wert. Götz Wittneben

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Denken am Rande des Undenkbaren

Ralph Abraham, Terence McKenna and Rupert Sheldrake

Neue Dimensionen des Denkens und Forschens wurden der Wissenschaft im Lauf ihrer Geschichte vor allem von solchen Wissenschaftlern erschlossen, die es wagten, die ausgetretenen Pfade des allgemein Bekannten und Anerkannten zu verlassen und in Bereiche des bisher Undenkbaren vorzustoßen. Die drei Autoren dieses Buches haben sich - jeder auf seinem Fachgebiet - als international anerkannte Fachleute ausgewiesen. Doch die drei sind alles andere als verknöcherte Akademiker - sie sind zugleich als bahnbrechende Neuerer und kreative Querdenker bekannt. "Denken muss Spaß machen" war das Motto ihrer in Esalen, dem Mekka des Neuen Denkens, geführten Gespräche über Gott und die Welt, Wissenschaft und Transzendenz, Chaos und Kreativität. Das Vergnügen am Abenteuer des Geistes überträgt sich auf den Leser, der in diesem Buch miterleben kann, wie drei kongeniale Denker in einem funkensprühenden Trialog ungewöhnliche Ideen, atemberaubende Spekulationen und revolutionäre Thesen entwickeln.
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diskussn

Das Wagnis einer neuen Wissenschaft des Lebens (1997)

Dieses Buch präsentiert die Vielfalt der Meinungen über Sheldrakes revolutionäres Weltbild. Namhafte Wissenschaftler diskutieren die Frage: Ist Rupert Sheldrake der Galileo des 20. Jahrhunderts, dessen Erkenntnisse zu kühn für die etablierte Wissenschaft sind?

Rupert Sheldrake, Biologe und Naturphilosoph, rüttelt an den Grundfesten des herkömmlichen wissenschaftlichen Weltbildes. Seine Theorie der "morphogenetischen Felder" fasziniert, provoziert und fordert zur Kontroverse heraus. Neue Dimensionen des Denkens und Forschens wurden oft nicht ernst genommen und ignoriert, ihre Vertreter desavouiert und zu Außenseitern erklärt. Von daher ist eine Versachlichung der Auseinandersetzung um die morphogenetischen Felder Rupert Sheldrakes überfällig. Seine Bücher erobern die internationalen Bestsellerlisten, von der Mehrheit der Wissenschaftsgemeinde jedoch wurden seine bemerkenswerten Forschungsergebnisse totgeschwiegen.

Dabei gibt es sehr wohl eine ganze Reihe von Wissenschaftlern verschiedenster Disziplinen, die sich ernsthaft damit auseinandersetzen. Immer wieder wurden Experimente entworfen, um Sheldrake zu widerlegen oder zu bestätigen. Dieses Buch besticht durch die Vielfalt fundierter Meinungen und durch seinen sachlichen Tenor. Hochkarätige Wissenschaftler setzen sich konstruktiv-kritisch mit Sheldrake auseinander.

Es enthält Beiträge u. a. von: Prof. Dr. Hans-Peter Dürr (Alternativer Nobelpreis 1987) Prof. Dr. Suitbert Ertel, Psychologe, Göttingen Prof. Dr. Amit Goswami, Physiker, Oregon Prof. Dr. Friedrich Cramer, Chemiker und Mediziner, Göttingen Dr. Dorit U. Feddersen-Petersen, Tiermedizinerin und Verhaltensforscherin Prof. Dr. Klaus-Michael Meyer-Abich, Naturphilosoph, Essen

Auszüge aus dem Buch lesen Sie hier.

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Das Wagnis einer neuen Wissenschaft des Lebens.

Angestiftet und herausgegeben von Hans-Peter Dürr und Franz Theo Gottwald

erschienen im Scherz-Verlag 1997

Inhaltsverzeichnis

Einleitung der Herausgeber

I  Diskussionsgegenstand
Rupert Sheldrake: Einführung

II  Anreicherung der Empirie
Dorit Urd Feddersen-Petersen: Domestikation und die Mensch-Haustier-Beziehung
Kurt S. Zänker: Zellkommunikation und die Theorie morphischer Felder
Janis A. Rozé: Die Bedeutung der morphischen Resonanz in der Biologie, in den Naturwissenschaften und in der Gesellschaft
Gary E. Schwartz: Morphische Resonanz und systemisches Gedächtnis. Die Yale-Arizona Hebräisch-Studien

III  Kritische Reflexion der Empirie
Suitbert Eertel: Morphische Resonanz auf dem Prüfstand des Experimentes
Arnim Bechmann: Das morphische Feld - eine tragfähige Forschungshypothese?
Hans Werner Ingensiep: Biologische Morphogenese aus theoretischer und historischer Perspektive
Klaus Michael Meyer-Abich: Gestaltbildung im kulturellen und natürlichen Mitsein

IV  Erklärungsmuster und -modelle
Friedrich Cramer: Die Thesen von Rupert Sheldrake im Lichte moderner entwicklungsbiologischer Forschung
Fritz-Albert Popp: Morphogenetisches und morphisches Feld aus der Sicht der Biophysik
Amit Goswami: Eine quantentheoretische Erklärung von Sheldrakes morphischer Resonanz
Hans-Peter Dürr: Sheldrakes Vorstellungen aus dem Blickwinkel der modernen Physik
Franz-Theo Gottwald: Nama-rupa - die Macht des schöpferischen Wortklangs

V  Abschlussdiskussion
Trialog Rupert Sheldrake - Hans-Peter Dürr - Franz- Theo Gottwald

Anhang

Die Autoren

Anmerkungen

Literatur

 

Einleitung der Herausgeber

Anlass und Anliegen des Buches In den vergangenen Jahren erregte Rupert Sheldrake mit seinen Büchern A New Science of Life: The Hypothesis of formative Causation (1981) und The Presence and the Past: Morphic Resonance and the Habits of Nature (1988), in denen er seine unkonventionelle Theorie der morphogenetischen Felder vorstellte, große Aufmerksamkeit. Vor allem jedoch auf sein jüngstes, populärwissenschaftliches Buch Sieben Experimente, die die Welt verändern könnten - Anstiftung zur Revolutionierung des wissenschaftlichen Denkens (1994 im Scherz Verlag erschienen) reagierte die breite Öffentlichkeit mit besonders lebhaftem Interesse, das durch die Medien mit zahlreichen Artikeln, Fernseh- und Hörfunkbeiträgen noch weiter verstärkt wurde.

Um dieses rege Interesse an Sheldrakes wissenschaftlichen Vorstellungen von seiten der Medien und der Öffentlichkeit konstruktiv aufzufangen und zu fördern, wurden von der Schweisfurth-Stiftung zwei Projekte initiiert:

Für weiterführende empirische Untersuchungen der von Sheldrake angeregten Art wurde eine Koordinationsstelle für den deutschsprachigen Raum eingerichtet, die als Anlaufstelle für interessierte Laien, Wissenschaftler und Journalisten diente. Hier wurden seitdem über 500 Erfahrungsberichte zu den verschiedenen von Sheldrake genannten Phänomenen gesammelt, kategorisiert und in eine internationale Datenbank eingegeben, die nun als Grundlage für eine Auswertung dienen kann. Neben der begleitenden Pressearbeit ging es dabei vor allem um den Aufbau eines Netzwerks von interessierten Laien, die quasi als Amateur-Forscher eigene Experimentiertätigkeit im Sinne von systematisch angelegten Beobachtungen begannen.

Darüber hinaus sollte ein ernsthafter Versuch gemacht werden, die Wissenschaft stärker in eine Diskussion über die Sheldrakeschen Vorstellungen elnzubeziehen. Im Kontrast zu dem auffällig großen Interesse bei Medien und Öffentlichkeit überraschte viele das völlige Desinteresse, sich mit den exotischen Thesen von Rupert Sheldrake auf wissenschaftlicher Basis - und sei es auf noch so kritische Weise - auseinanderzusetzen. Obwohl Rupert Sheldrake von seiner wissenschaftlichen Ausbildung und Qualifikation her (Studium der Philosophie in Harvard, Promotion in Biochemie in Cambridge) als Mitglied der internationalen «scientific community» anzusehen ist, fand eine kritische Auseinandersetzung bislang, von einigen wichtigen Ausnahmen abgesehen, vorwiegend in den Medien und auf entsprechend populärwissenschaftlichem Niveau statt.

Diese Reaktion ist nicht erstaunlich. Die etablierte Wissenschaft ist gegenüber radikal Andersdenkenden extrem zurückhaltend und misstrauisch. Und dies, statistisch betrachtet, mit gutem Recht. Wer in der Wissenschaftszunft zu Hause ist, weiß, wie ungeheuer selten eine neue ausgefallene Idee die erhofften und angekündigten Früchte trägt. Selbst ein so kreativer Forscher wie Werner Heisenberg hat einmal gesagt: «Ein erfolgreicher wissenschaftlicher Revolutionär ist ein konservativer Geist. Denn nur wer minimal von geläufigen Erfahrungen in seinen Annahmen abweicht, wird ausreichend den Überblick behalten und nicht im Dickicht der vielen sich öffnenden Fragen hängenbleiben». Dies heißt nicht, dass man nicht trotz alledem immer wieder mutige Versuche mit ganz neuen Ansätzen wagen muss, insbesondere dort, wo in der herkömmlichen Beschreibung und Deutung große Lücken klaffen. Alle neuen Vorstellungen, so auch Sheldrakes, sind zunächst vage und wenig griffig, sie eignen sich nur begrenzt für bessere Erklärungen und widerstreben den Denkgewohnheiten der einschlägigen Experten. Hier können nur Konkretisierung und größere Schärfe weiterhelfen, weil dies bessere Ansatzpunkte für empirische Nachweise liefert. Genau in diese Richtung zielt Sheldrake mit seinem Sieben-Experimente-Buch, allerdings auf die Gefahr hin, dabei Gebiete zu betreten, die für eine eindeutige Stütze seiner Kernhypothesen nur ungenügend geeignet erscheinen. In seiner Auseinandersetzung mit den Naturwissenschaftlern findet sich Sheldrake außerdem mit seiner Theorie gewissermaßen im Niemandsland zwischen den von Form-Denkern zu Stoff-Denkern arrivierten Biologen und den in der Zwischenzeit von Stoff-Denkern zu holistischen, nicht-materialistischen Form-Denkern gewordenen Physikern. Was bei Sheldrake den einen zu «altmodisch vitalistisch» erscheint, ist für die anderen zu «altmodisch objektivistisch». Vielleicht prädestiniert aber gerade diese Zwischenstellung Sheldrakes Theorie dazu, Brücken zwischen verschiedenen, heute miteinander ringenden biologischen Weltansichten zu schlagen und herrschende Naturwissenschaft mit verdrängter Naturwissenschaft und Außenseiter-Wissenschaft konstruktiv zu verbinden sowie der Naturwissenschaft allgemein den Einstieg in eine «Nachmaterialistische Wissenschaft», wie sie schon von der modernen Physik vorgezeichnet wird, zu erleichtern.

Zielsetzung und Absicht

Angesichts dieser Situation möchten die Schweisfurth-Stiftung und die beiden Herausgeber mit der vorliegenden Publikation eine öffentliche Plattform für einen solchen Brückenschlag schaffen und die internationale Wissenschaft zu einem offenen und intensiven wissenschaftlichen Diskurs darüber einladen.

Sheldrakes Theorie der morphischen Felder soll hierbei als Einstieg dienen. Durch eine interdisziplinäre kritische Würdigung verschiedener Aspekte seiner Hypothese, bei der insbesondere auch Gegenmeinungen voll zur Sprache kommen, sollen die Bedeutung und Tragfähigkeit seines Ansatzes geprüft werden und gegebenenfalls Anstöße für weitere Forschungen zur Klärung von Sachfragen in den von der Theorie berührten Disziplinen angeregt werden.

Aufbau des Buches

Das Buch ist als Sammlung von unabhängigen Beiträgen international renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konzipiert, die jeweils aus der Sicht ihres Faches kritisch Stellung zu Sheldrakes Vorstellungen beziehen und deren mögliche Relevanz für ihre Disziplin ausloten. Die Autoren repräsentieren dabei eine Vielfalt von Disziplinen, Ansatzpunkten und Standpunkten, die nicht in Vorgesprächen ausdiskutiert wurden. Einige der Autoren haben aber mit Sheldrake schon mehrfach persönlich Dialoge geführt, die in ihre Arbeit Eingang gefunden haben. Die durch den Entstehungsprozeß des Buches bedingten unvermeidlichen Inhomogenitäten und nur geringen Möglichkeiten für Wechselbeziehungen zwischen den einzelnen Beitragenden sind nicht nur von Nachteil. Die fehlende Glätte schafft gute Voraussetzungen, um eine breitgefächerte, lebendige Diskussion in Gang zu setzen.

Mit dem einführenden Statement von Rupert Sheldrake werden die Grundlinien seiner Theorie zusammenfassend und pointiert als Ausgangs- und Bezugspunkt für die folgenden Diskussionsbeiträge vorangestellt.

Die Diskussion beginnt zunächst mit Beiträgen, die möglicherweise die Sheldrakeschen Vermutungen empirisch bereichern und unterstützen könnten. Hier werden weitere Phänomene beschrieben im Bereich der Haustierkunde (Dr. Dorit Feddersen-Petersen: Domestikation und die Mensch-Haustier-Beziehung), der Immunologie (Prof. Dr. Dr. Kurt Zänker: Zellkommunikation und die Theorie morphischer Felder), der Biologie (Prof. Janis A. Rozé: Die Bedeutung der morphischen Resonanz in der Biologie, in den Naturwissenschaften und in der Gesellschaft) sowie der Psychologie (Prof. Dr. Gary Schwartz: Morphische Resonanz und systemisches Gedächtnis. Die Yale-Arizona Hebräisch-Studien). Diese Beiträge enthalten eine Vielzahl von schwer oder nicht erklärbaren Phänomenen, die mögliche Anwendungsbeispiele für Sheldrakes Hypothese sein könnten. Doch die Sachlage ist meist so komplex, dass kaum eindeutige Schlüsse zu erwarten sind.

Der zweite Teil enthält Beiträge, in denen die empirische Basis der Sheldrakeschen Hypothese kritisch unter die Lupe genommen wird. Hierunter sind Untersuchungen im Rahmen der Psychologie (Prof. Dr. Suitbert Ertel: Morphische Resonanz auf den Prüfstand des Experimentes), eine allgemeine kritische Reflexion des experimentellen Materials und seiner Deutungen (Prof. Dr. Arnim Bechmann: Das morphische Feld - eine tragfähige Forschungshypothese?) sowie kritische Betrachtungen über den Erklärungs- und Verständnisgewinn durch Sheldrakes Hypothese mit Blick auf die Biologie (Hans-Werner Ingensiep: Biologische Morphogenese aus theoretischer und historischer Perspektive) und die Kulturwissenschaften (Prof. Dr. Klaus-Micnael Meyer-Abich: Gestaltbildung im kulturellen und natürlichen Mitsein).

Im dritten Teil wird weniger auf die empirische Stützung der Sheldrakeschen Hypothese eingegangen, sondern die prinzipielle Frage nach der Existenz und genauen Wirkungsweise morphischer Felder gestellt. Insbesondere wird untersucht, ob, erstens, die von Sheldrake aufgeführten exotischen Phänomene nicht auf andere Weise im Rahmen der konventionellen Wissenschaft erklärt werden können oder auch, zweitens und unterstützend für Sheldrake, ob die morphischen Felder mit den ihnen zugedachten Eigenschaften eine solide Grundlage im Rahmen der modernen Quantenphysik erhalten könnten, so daß diesen Phänomenen aus moderner Sicht eigentlich nichts Exotisches mehr anhaftet. Ein Meinungsunterschied der Naturwissenschaftler resultiert hierbei im wesentlichen aus ihrer unterschiedlichen Berücksichtigung der quantenphysikalischen holistischen Grundstruktur der Materie. Hier findet sich ein Beitrag von der ersten Art aus der («stofforientierten») experimentellen Medizin und Molekularbiologie (Prof. Dr. Friedrich Cramer: Die Thesen von Rupert Sheldrake im Lichte moderner entwicklungsbiologischer Forschung) und («formorientierte») Beiträge der zweiten Art aus den Gebieten der Biophysik (Prof. Dr. Fritz-Albert Popp: Morphogenetisches und morphisches Feld aus der Sicht der Biophysik), der Theoretischen Naturwissenschaften (Prof. Dr. Amit Goswami: Eine quantentheoretische Erklärung von Sheldrakes morphischer Resonanz) und Quantenphysik (Prof. Dr. Hans-Peter Dürr: Sheldrakes Vorstellungen aus dem Blickwinkel der modernen Physik). Dieser Teil wird abgeschlossen durch eine vergleichende und denkgeschichtlich kritische Betrachtung aus der Sprachphilosophie (Dr. Franz-Theo Gottwald: Nama-rupa - die Macht des schöpferischen Wortklangs. Bemerkungen zur Formenbildung aus der Sicht indischer Sprachphilosophie). Den Schluss bildet ein Trialog zwischen Rupert Sheldrake und den beiden Herausgebern. Im Dreiergespräch werden einige kontroverse Punkte nochmals aufgegriffen, um Grenzen und Entfaltungspotentiale einer Theorie der morphischen Felder aufzuzeigen, ihre Konsequenzen für die verschiedenen Disziplinen und auch für den Wissenschaftsbegriff aufzuspüren sowie mögliche Ansatzpunkte für weitere Untersuchungen anzudeuten.

Wir wünschen uns, dass dieses Buch seine Leserinnen und Leser zu einer lebendigen Diskussion um Grenzen und Erweiterung des herkömmlichen wissenschaftlichen (Selbst-)Verständnisses einlädt und so einen stimulierenden Beitrag zur Öffnung und Evolution der Wissenschaft leistet.

München, April 1997

Hans-Peter Dürr Franz-Theo Gottwald