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FAQ - Sammlung häufiger Fragen
Was sind morphische Felder? Wie fügen sie sich in ihre
Hypothese der Formbildungsursachen ein?
Welche Beweise gibt es für die Existenz morphischer Felder?
Inwiefern unterscheidet sich ihre Theorie von der herkömmlichen mechanistischen
Erklärung der Morphogenese?
Ist Ihrer Ansicht nach ein Organismus mehr als die Summe seiner Teile?
Vermuten Sie, dass außerirdisches Leben dem Leben auf der Erde ähnelt, weil es
durch morphische Felder beeinflusst wird?
Haben wissenschaftliche Einwände gegen ihre Theorie seit Erscheinen
ihres Werkes
Das schöpferische Universum ihre Auffassungen in irgendeinem Punkt verändert?
Welche Folgen hätte es ihrer Ansicht nach, falls sich ihre Hypothese der
Formbildungsursachen bestätigt?
Welche praktischen Anwendungen sehen Sie als möglich an, wenn man die morphische
Resonanz erst einmal besser versteht?
Wie ist ihre Forschung zu den Themen aus ihrem Buch Sieben Experimente, die die
Welt verändern könnten inzwischen vorangekommen?
Woran liegt es ihrer Meinung nach, dass manche Haustiere offenbar die nahende
Rückkehr ihrer Halter spüren?
Woran liegt es nach ihrer Meinung, wenn manche Leute spüren, dass man sie
anstarrt?
Wie ist ihre Arbeit von der Fachwelt aufgenommen worden?
Was sagen Skeptiker zu ihrer Arbeit?
Wie können sich Tierhalter, Studenten und andere Interessierte an Ihrer
Forschung beteiligen?
Wie kann man etwas über neue Ergebnisse ihrer Forschung erfahren?
Wie kann man herausfinden, wann und wo ihr nächster Vortrag
stattfindet?
Wie kann man Sie erreichen?
Was macht Ihnen Spaß an ihrer Arbeit?
Was würden Sie im
Wissenschaftsbetrieb ändern, wenn Sie könnten?
Was war ihr erstes
wissenschaftliches Experiment?
Was für einen Biologielehrer
hatten Sie?
Auf welches Ergebnis ihrer Arbeit
sind Sie besonders stolz?
Was war der peinlichste
Augenblick, den Sie erlebt haben?
Welchen Rat würden Sie jungen
Forschern geben?
Welcher Gestalt aus der
Wissenschaftsgeschichte würden Sie gern einmal begegnen?
Was würden Sie die Person dann
gern fragen?
Die Fragen hat David Jay Brown
zusammengestellt. Falls sie eine weitere Frage für wichtig halten, wenden Sie
sich bitte an info[at]sheldrake.org.
Was sind morphische Felder? Wie fügen sie sich in ihre
Hypothese der Formbildungsursachen ein?
Die Hypothese der Formbildungsursachen besagt, dass die Formen von
selbstorganisierenden Systemen durch morphische Felder ausgeprägt werden.
Morphische Felder ordnen Atome, Moleküle, Kristalle, Organellen, Zellen, Gewebe,
Organe, Organismen, soziale Gemeinschaften, Ökosysteme, Planetensysteme,
Sonnensysteme, Galaxien. Mit anderen Worten, sie ordnen Systeme auf allen Stufen
der Komplexität und sind die Grundlage für die Ganzheit, die wir in der Natur
beobachten, die mehr ist als die Summe ihrer Teile. Dies ist eine erste,
vereinfachte Definition für morphische Felder.
Gemäß der Theorie der Formbildungsursachen ist in den morphischen Feldern ein
Gedächtnis enthalten, das sie durch den Vorgang der morphischen Resonanz
erworben haben. Danach hat jede Art von Dingen ein kollektives Gedächtnis. So
werden Kristalle einer bestimmten Art beeinflusst durch alle Kristalle dieser
Art, die es in der Vergangenheit gab, alle Dattelpalmen durch frühere
Dattelpalmen, Giraffen durch frühere Giraffen usw. Im Bereich des Menschen
ähnelt dies dem kollektiven Unbewussten, das Carl Gustav Jung postuliert hat.
Im Bereich der Entwicklungsbiologie heißen die morphischen Felder, die den
heranwachsenden Organismus formen, morphogenetische Felder. Bei sozialen
Gemeinschaften kann man sie soziale Felder nennen und im Bereich der geistigen
Tätigkeit mentale Felder. Doch alle diese Arten von Feldern sind spezielle Arten
morphischer Felder, und sie alle werden durch morphische Resonanz geformt und
stabilisiert.
Eine ausführliche Beschreibung der Hypothese der Formbildungsursachen findet
sich in meinem Buch Das schöpferische Universum, ein recht kurzes und fachlich
anspruchsvolleres Werk, oder in meinem Buch Das Gedächtnis der Natur, das länger
aber dafür weniger schwierig geschrieben ist und eine umfassendere Darstellung
enthält.
Zur detaillierten Darstellung siehe auch den Auszug aus dem neuen Buch Der
siebte Sinn der Tiere, Anhang C: Morphische Felder.
Welche Beweise gibt es für die Existenz morphischer Felder?
Morphische Felder werden postuliert, um die Ganzheitlichkeit selbst
organisierender Systeme zu erklären, die man nicht allein aus der Summe ihrer
Bestandteile heraus oder aus deren Wechselwirkungen erklären kann. Meine
derzeitigen Forschungen über die Verbindungen zwischen Haustieren und ihren
Besitzern, über das Gefühl, angestarrt zu werden, sowie weitere Experimente
werden in meinem Buch Sieben Experimente, die die Welt verändern könnten
beschrieben. Diese sind dazu bestimmt, Beweise für morphische Felder zu
erbringen, und die bisherigen Ergebnisse sehen viel versprechend aus. Es sind
auch Fachaufsätze zu einzelnen Experimenten erschienen; die Einzelheiten kann
man dem englischen Teil dieser Website
entnehmen.
Wie in meinem Buch Das Gedächtnis der Natur beschrieben, sind Memory-Effekte in
der Natur ein Beweis für morphische Resonanz, dazu kommen Experimente in der
Humanpsychologie, die zeigen, dass Dinge leichter lernbar sind, wenn zuvor
andere Menschen sie schon gelernt haben. Ein starker Hinweis darauf, dass es
morphische Resonanz und morphische Felder tatsächlich gibt, ist das Phänomen,
dass der IQ in den letzten Jahrzehnten ständig angestiegen ist (bekannt geworden
als "Flynn-Effekt"), das sonst unerklärlich bliebe.
Inwiefern unterscheidet sich ihre Theorie von den herkömmlichen
mechanistischen Erklärungen der Morphogenese?
Die mechanistische Deutung der Morphogenese will diese aus den Molekülen und
ihren Wechselwirkungen heraus erklären, insbesondere der DNS und der
Proteinsynthese. Dieses Erklärungsmuster setzt auf der untersten Ebene an und
kann das Entstehen von Formen nicht erklären. Beispielsweise liegt die
Aminosäuresequenz der Proteine in den Genen verschlüsselt vor, doch damit kann
man noch nicht einmal erklären, wie sich die Proteine falten, damit sie die
richtige räumliche Struktur erhalten.
Noch viel weniger ist damit erklärt, wie die Proteine Zellen bilden, die Zellen
Gewebe, die Gewebe Organe, die Organe Organismen. Die Forschung auf dem Gebiet
der konventionellen Entwicklungsbiologie befasst sich vor allem mit den Genen,
der Genaktivierung und den Proteinen, doch damit erklärt man die Entwicklung der
Formen genauso wenig, wie man durch das Studium der Anlieferungen von
Baumaterialien auf einer Baustelle erfährt, wie das Haus aussieht, das dort
gebaut wird. Eine ausführliche Darstellung der mechanistischen Theorie der
Morphogenese und deren Unterschiede zu meiner Ansicht findet man in meinem Buch
Das Gedächtnis der Natur.
Ist ihrer Ansicht nach ein Organismus mehr als die Summe seiner Teile?
Organismen sind mehr als die Summe ihrer Teile, und genau diese Ganzheit macht
sie zu Organismen statt zu einer bloßen Ansammlung von Teilen. Dies ist ein
wesentlicher Bestandteil jeder ganzheitlichen Naturauffassung, sei sie nun im
Sinne der Systemtheorie oder einer anderen ganzheitlichen Sichtweise der Natur
beschrieben. Ebenso gilt das auch für die Hypothese der Formbildungsursachen.
Diese Ganzheit, die mehr ist als die Summe der Einzelteile, ist in den
morphischen Feldern enthalten.
Vermuten Sie, dass außerirdisches Leben dem Leben auf der Erde ähnelt, weil
es durch morphische Felder beeinflusst wird?
Meiner Ansicht nach müßte das Leben auf der Erde durch die morphische Resonanz
mit ähnlichen Formen des Lebens auf anderen Planeten verbunden sein. Sollte es
also auf anderen Planeten Lebensformen geben, die Säugetieren, Insekten, Algen
und anderen Lebensformen auf unserem Planeten ähnlich sind, so müßten sie meiner
Ansicht nach in morphischer Resonanz stehen. Allerdings gibt es keinen Grund für
die Annahme, dass Lebensformen auf anderen Planeten denen auf der Erde sehr
ähnlich sind, und da morphische Resonanz immer von Ähnlichkeit abhängt, mögen
sie nicht von ihr beeinflusst sein.
Selbst auf unserem Planeten erwarte ich nicht, dass die morphische Resonanz von
Algen einen besonderen Effekt auf Primaten ausübt, da sie so verschiedenartig
sind. Uns ist nichts darüber bekannt, wie andersartig das Leben auf anderen
Planeten ist, doch ich rechne schon damit, dass es im Universum erdähnliche
Planeten geben könnte, bei denen morphische Resonanz mit der Erde bei der
Entwicklung des Lebens eine Rolle spielt. Es kann aber auch sehr gut Planeten
mit vollständig andersartigen Ökosystemen und Lebensformen geben, mit denen wir
nicht in Resonanz stehen würden.
Haben wissenschaftliche Einwände gegen ihre Theorie seit Erscheinen
ihres
Werkes Das schöpferische Universum ihre Auffassungen in irgendeinem Punkt
verändert?
Zwar hat es in der Entwicklungsbiologie große Fortschritte gegeben, und es ist
heute ein viel besseres Verständnis vorhanden darüber, wie Gene in verschiedenen
Stadien der Entwicklung "eingeschaltet" werden, beispielsweise beim Fadenwurm
Caenorhabdytis und der Fruchtfliege Drosophila, doch berühren diese Einzelheiten
zur Genaktivierung in keiner Weise die Grundfrage der Morphogenese.
Das Auftreten von Gradienten bei Morphogenen (Substanzen mit morphogenetischer
Wirkung) war von den Pflanzen her schon lange bekannt. Meine eigenen Forschungen
zum Aurin haben das Vorhandensein solcher Gradienten erwiesen und gezeigt, wie
sie gebildet und innerhalb der Pflanze transportiert werden.
Inzwischen hat man Morphogene in verschiedenen tierischen Organismen gefunden,
doch wird damit mein hauptsächliches Argument nicht berührt, denn die chemischen
Gradienten sind lediglich eine weitere Möglichkeit zum "Einschalten" von Genen.
Die grundlegende Frage, wie sich die Formen entwickeln und die Strukturen
aufgebaut werden, bleibt weiter unbeantwortet.
Was bei mir vor allem zum Umdenken in Sachen morphische Felder geführt hat,
waren Erkenntnisse der Quantenphysik, nicht der Biologie. Bei Gesprächen mit dem
verstorbenen David Bohm (von denen eines im Anhang der englischen Version meines
Buches Das schöpferische Universum wiedergegeben ist) wurde mir klar, dass man
einige der Phänomene, die ich im Rahmen der morphischen Felder und der
Formbildungsursachen deute, vielleicht auch mit der Nichtlokalität in der
Quantenphysik erklären könnte. Weitere Gespräche über die Nichtlokalität in der
Quantenphysik haben mich zu der Überzeugung gebracht, dass sich ein neuer
Theorie-Rahmen schaffen lassen sollte, der die Quanten-Nichtlokalität und die
morphischen Felder gemeinsam umfasst.
Ich glaube nicht, dass sich die morphischen Felder lebender Organismen direkt
aus der Quantenphysik subatomarer Partikeln herleiten und erklären lassen.
Schließlich ist die bereits bestehende Quantenphysik bisher kaum in der Lage,
komplexe Moleküle oder Kristalle zu beschreiben, denn die Berechnungen dafür
sind einfach zu komplex und schwierig. Dennoch erscheint es mir sehr gut
möglich, dass die Quanten-Nichtlokalität und die von mir angesprochenen Effekte
irgendwie einen gemeinsamen Ursprung haben.
Welche Folgen hätte es ihrer Ansicht nach, falls sich Ihre Hypothese der
Formbildungsursachen bestätigt?
Das wäre ein riesiger Schritt voran zu einem ganzheitlichen Paradigma, zu einer
nichtreduktionistischen Weltsicht. Der Übergang vom mechanistischen zum
ganzheitlichen Paradigma vollzieht sich bereits seit einigen Jahrzehnten in
einzelnen Schritten, doch die herrschende Wissenschaft sieht sich noch ganz der
mechanistischen und reduktionistischen Sicht der Natur verpflichtet. Dieser
Übergang wird in meinem Buch Die Wiedergeburt der Natur beschrieben und
dokumentiert.
Empirische Beweise und die allgemeinere Anerkennung der Existenz morphischer
Felder könnten dazu beitragen, die herrschende Wissenschaft in diese
ganzheitliche Richtung umzulenken. Und eine eher ganzheitlich ausgerichtete
Wissenschaft hätte vielfältige Auswirkungen auf unser aller Verhältnis
zueinander und zu unserer natürlichen Umwelt, so wie ich das in meinem Buch Die
Wiedergeburt der Natur beschrieben habe.
Welche praktischen Anwendungen sehen Sie als möglich an, wenn man die
morphische Resonanz erst einmal besser versteht?
Die offensichtlichste Anwendung ergibt sich auf dem Feld des Lernens. Wenn es
leichter ist, etwas zu lernen, was bereits viele andere gelernt haben, dann
können pädagogische Methoden, die den Vorgang der morphischen Resonanz
verstärken, den Lernvorgang beschleunigen und wirkungsvollere Lernverfahren
hervorbringen. Meiner Meinung nach würde sich auch das Verständnis der Vererbung
im Pflanzen- und Tierreich sowie die Vermittlung kultureller und familiärer
Verhaltensmuster in der menschlichen Gesellschaft vertiefen und das könnte zu
erheblich wirkungsvolleren Therapiemethoden führen. Auch eine Integration
verschiedener Therapieansätze wäre denkbar, wie beispielsweise des von C. G.
Jung begründeten, der schon heute auf dem Vorhandensein eines kollektiven
Unbewussten aufbaut, mit stärker anerkannten wissenschaftlichen Methoden.
Es ist auch denkbar, dass es zu morphischer Resonanz zwischen Maschinen und
beliebigen ihrer Bestandteile kommt, zum Beispiel in Quantencomputern. Träte
dies ein, so wären neue Formen der Telekommunikation möglich und eine viel
organischere Technologie würde sich herausbilden. Das könnte eine der
beherrschenden Technologien des neuen Jahrtausends werden und bislang ungeahnte
technische Möglichkeiten eröffnen.
Wie ist ihre Forschung zu den Themen aus Ihrem Buch Sieben Experimente, die
die Welt verändern könnten inzwischen vorangekommen?
Den größten Fortschritt hat es bei der Erforschung der bisher ungeklärten
Fähigkeiten von Tieren gegeben, zum Beispiel wieso Hunde und Katzen wissen, wann
ihre Besitzer nach Hause zurückkehren. Ich habe jetzt eine Datenbank mit
Tausenden von Berichten von Tierbesitzern zur Verfügung, dazu hat es in England, den USA
und im deutschsprachigen Raum Umfragen zum Thema "Tiere mit übersinnlichen
Fähigkeiten" gegeben und mit einer Anzahl von Tieren wurden detaillierte
empirische Studien durchgeführt.
Ein Teil dieser Forschung wird in wissenschaftlichen Fachzeitschriften
veröffentlicht, und alles, was seit der Veröffentlichung meines Buches Sieben
Experimente, die die Welt verändern könnten an Beweisen zusammengetragen
wurde, wurde 1999 in einem neuen Buch mit dem Titel Der siebte Sinn der Tiere
und im Jahr 2003 in dem Buch Der siebte Sinn des Menschen
zusammengefasst .
Darüber hinaus gab es höchst bedeutsamen Fortschritt bei der Erforschung des
Gefühls, angestarrt zu werden; einiges davon wird demnächst in
wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht. Mehr als 18000
Versuchdurchläufe wurden bisher durchgeführt, und die Wahrscheinlichkeit, dass
deren Ergebnisse allein auf Zufall beruhen, beträgt derzeit 1 zu 1037. Mit
anderen Worten, es handelt sich um ein hochsignifikantes Phänomen.
An anderer Stelle dieser Website werden neue Experimente beschrieben, bei denen
sich zwischen den Versuchsteilnehmern eine Glasscheibe befindet, und ich hoffe, dass weitere
Experimente nach der dort beschriebenen Methode ausgeführt werden. Hierbei
handelt es sich um ein ideales Thema für Projektarbeit an Schulen.
Nachforschungen zur Frage des Experimentator-Effekt haben ergeben, dass Blind-
und Doppelblindversuche in den meisten wissenschaftlichen Bereichen höchst
selten zum Einsatz kommen. Die Ergebnisse dieser Recherche sind veröffentlicht
worden und können im englischen Teil dieser Website eingesehen werden.
In diesen Aufsätzen schlage ich ein neues Experiment vor, dass ich seit
Erscheinen meines Buches entworfen habe und das man in jedem Labor bei jedem
Untersuchungsgegenstand einsetzen kann, und ich möchte jeden Besucher dieser
Website bitten zu erwägen, ob er solche Experimente nicht auch selbst
durchführen kann.
Weiterhin gab es bedeutsame Fortschritte bei der Erforschung von
Phantomgliedmaßen und bei den anderen im Buch erwähnten Versuchen, vor allem zum
Heimfindevermögen von Tauben. Ein Experiment wurde 1996 an Bord eines Schiffes der
königlichen niederländischen Marine ausgeführt, bei dem ein Taubenschlag über
10000 km weit unterwegs war.
Woran liegt es ihrer Meinung nach, dass manche Haustiere offenbar die nahende
Rückkehr ihrer Halter spüren?
Ihre Fähigkeit, dies zu spüren, hängt anscheinend mit einer Art telepathischer
Verbindung zusammen. Die Experimente haben ergeben, dass eine Erklärung, die
sich auf einen regelmäßig wiederkehrenden Zeitpunkt, auf vertraute Geräusche
oder andere Hinweise der Leute zu Hause stützt, nicht greift. Meiner Meinung
nach ist das Tier durch ein morphisches Feld mit seinem Halter verbunden und
bekommt dadurch die Absicht des Halters, nach Hause zu kommen, mitgeteilt.
Woran liegt es ihrer Meinung nach, wenn manche Leute spüren, wenn man sie
anstarrt?
Das hängt mit der Art und Weise zusammen, wie Wahrnehmung abläuft. Wenn wir
jemand oder etwas ansehen, dann befindet sich das Bild, das wir dabei aufbauen,
nicht in unserem Gehirn, sondern wird nach außen projiziert, dorthin, wo es sich
dem Anschein nach auch befindet. Unser Geist greift sozusagen nach außen und
berührt das Angeschaute. Das bedeutet, dass wir auf das, was wir ansehen, eine
Wirkung ausüben können. Schauen wir jemand von hinten an, und die Person kennt
uns, dann kann sie dieses unbeobachtete Anschauen spüren, wenn sie dazu in einer
hinreichend aufnahmefähigen Stimmung ist. Dieses Phänomen wird ausführlich
behandelt in meinen Büchern Sieben Experimente, die die Welt verändern könnten
und Der siebte Sinn des Menschen. Einiges daraus kann auf dieser
Website nachgelesen werden.
Wie ist ihre Arbeit von der Fachwelt aufgenommen worden?
Innerhalb der wissenschaftlichen Fachwelt gibt es eine enorme Vielfalt der
Meinungen und des offenen Meinungsaustauschs. Zahlreiche wissenschaftliche
Kollegen sind meiner Forschung gegenüber freundlich gesinnt und unterstützen
sie, indem sie mit Rat und Hilfe zur Seite stehen. Manche Wissenschaftler
dagegen sind nicht so aufgeschlossen und und glauben mit dogmatischer
Sicherheit, dass es so etwas wie Telepathie und morphische Resonanz nicht geben
kann. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass solche Menschen für empirische
Beweise kaum zugänglich sind.
Was sagen Skeptiker zu ihrer Arbeit?
Es gibt verschiedene Arten von Skeptikern. Manche vertreten eine gesunde
Skepsis, indem sie neue Ideen in Frage stellen und kritisch auf die Beweise
gucken, dabei aber aufgeschlossen und bereit sind, neue Ideen oder Beweise zu
akzeptieren, sofern sie überzeugen. Mit Skeptikern dieser Art habe ich keinerlei
Probleme, und ihre gesunde Skepsis ist ein wesentlicher Bestandteil
wissenschaftlicher Forschung. Es gibt aber noch eine andere Art von Skeptiker,
den dogmatischen Skeptiker oder den wissenschaftlichen Fundamentalisten, der
mehr darum besorgt ist, eine materialistische Ideologie zu verteidigen, als
aufgeschlossen wissenschaftlicher Forschung nachzugehen.
Diese Sorte Skeptiker steht der Art von Forschung, die ich betreibe, aus Prinzip
feindselig gegenüber, da ihrer Meinung nach derartige Fragen nicht
wissenschaftlich untersucht werden sollten. Themen wie das Gefühl, angestarrt zu
werden, oder der siebte Sinn von Haustieren und das Gedächtnis der Natur liegen
ihrer Ansicht nach außerhalb des wissenschaftlich Erforschbaren. Solche
Skeptiker haben die materialistische Wissenschaft in den Stand einer Religion
erhoben, der unsere Erfahrung, unser Denken und alle Beweise nichts anhaben
können, auch wenn sie sich selbst vielfach als Rationalisten bezeichnen. Die
richtige Art, Wissenschaft zu betreiben, besteht meiner Meinung nach darin,
Hypothesen aufzustellen und die Beweise rational zu begutachten, statt ganze
Bereiche von der Forschung auszunehmen und Beweise von vornherein zu verwerfen,
weil sie einem Vorgefassten Dogma widersprechen.
Wie können sich Tierhalter, Studenten und
andere Interessierte an ihrer Forschung beteiligen?
Wenn Sie sich an dieser Forschung beteiligen wollen, schauen Sie sich bitte auf
der Webseite um. Sie werden viele Anregungen bekommen (manche nur auf der
englischen Seite). Nicht alles ist nur für die Arbeit online gedacht. Einige Bereiche der Haustierforschung eignen sich ideal für Schüler
und Studenten.
Wie kann man etwas über neue Ergebnisse ihrer Forschungen erfahren?
Einige Ergebnisse werden in Fachaufsätzen veröffentlicht, die man in der Liste
wissenschaftlicher Publikationen im englischen Teil dieser Website aufgeführt
findet. Ein Großteil der Forschung über Haustiere ist in den Büchern
Der siebte Sinn der Tiere sowie Der siebte Sinn des Menschen
dargelegt.
Im (englischen) Rundbrief bekommen Sie
Neuigkeiten sofort mitgeteilt.
Wie kann man herausfinden, wann und wo ihr nächster Vortrag
stattfindet?
Der Plan befindet sich auf dieser Webseite.
Wie kann man Sie erreichen?
Sie erreichen mich per Mail an meine Assistentin Pam Smart, doch man kann mir
auch Post an meine reguläre
Anschrift senden: 20 Willow Road, London NW3 1TJ, England. Ich bekomme sehr viel
Post und habe Mühe, alle Briefe und Mails zu beantworten.
Ich versuche, alle Briefe, die ich bekomme, zu beantworten, doch je länger ein
Brief oder die Mail ist, desto länger dauert es, bis ich antworten kann. Manche
Leute schicken mir lange Manuskripte und erwarten innerhalb weniger Tage einen
Kommentar. Würde ich alle Manuskripte lesen, die ich erhalte, so könnte ich mich
mit nichts anderem mehr beschäftigen. Falls Sie also Kontakt aufnehmen wollen,
fassen Sie sich bitte kurz und ich will versuchen, Ihnen eine Antwort zukommen
zu lassen.
Briefe in deutscher Sprache richten Sie bitte an:
Koordinierungsstelle Sieben-Experimente-Projekt
Waldstraße 14, D-22926 Ahrensburg
Mail: siebenex[at]sheldrake.org.
Was macht Ihnen Spaß an
ihrer Arbeit?
Ich arbeite völlig ungehindert und kann alles
weiterverfolgen, was mich interessiert, da ich ganz unabhängig tätig bin.
Ich beschäftige mich mit Themen, mit denen andere Leute sich nicht abgeben
können oder wollen, so zum Beispiel bisher unerklärte Gebiete menschlichen und
tierischen Verhaltens, wie das Gefühl, von hinten angestarrt zu werden. Über
20000 ganz schlichte Versuchsdurchgänge haben mir gezeigt, dass dies ein ganz
reales Phänomen ist.
Was würden Sie im
Wissenschaftsbetrieb ändern, wenn Sie könnten?
Was mich am meisten aufregt, ist der
engstirnige Dogmatismus, der viel zu weit verbreitet ist und viele
Wissenschaftler bremst, so dass sie sich nicht von Konventionen lösen mögen.
Kosmologen und Physiker sind davon erheblich weniger betroffen als Biologen. Man
kann schließlich immer noch Kosmologe sein, auch wenn man spekuliert, es gebe
noch viele andere Universen, oder wenn man zusätzliche Raum- und Zeitdimensionen
annimmt. Es gab eine Zeit, da war das den Spinnern vorbehalten, doch heute kann
man dabei auch einen Physiklehrstuhl innehaben. Im Fach Biologie ist die
Atmosphäre immer drückender und intoleranter geworden, je mehr die
Molekularbiologie und der Neo-Darwinismus den traditionellen ganzheitlichen
Ansatz zurückdrängten. Die Biologie ist engstirniger geworden und innerlich
verarmt.
Was war ihr erstes
wissenschaftliches Experiment?
Ich muss damals sieben oder acht Jahre alt
gewesen sein. Mich faszinierten Brieftauben. Als ich eigene hatte, habe ich als
erstes eine weggebracht und frei gelassen, um dann herauszufinden, dass sie
wirklich den Weg zurück fand.
Was für einen
Biologielehrer hatten Sie?
Er hieß Robin Thoday und hat sehr anregend
gewirkt. Sein Vater war Professor der Botanik und sein Bruder Genetiker. Er war
ein Vertreter der alten, der traditionellen Biologie, wo man die Namen der
Pflanzen und Tiere noch wirklich kannte und Ökologie erforschte. Sein Ansatz war
der Anreiz für mich, nach Erklärungen für Dinge zu suchen, die man noch nicht
erklären konnte.
Auf welches Ergebnis ihrer
Arbeit sind Sie besonders stolz?
Da kann ich nichts Spezielles nennen. Als ich
aber die Entwicklung der Pflanzen erforschte, entdeckte ich, dass das
Pflanzenhormon Auxin von sterbenden Zellen produziert wird, was für das
Verständnis der Pflanzenentwicklung von enormer Bedeutung ist. Als Zweites würde
ich nennen, dass ich bei meinen physiologischen Grundlagenforschungen in Indien
neue Wege fand, wie man die Ernteerträge steigern kann. Und das Dritte ist die
Herausarbeitung der Hypothese der Formbildungsursachen, mit deren Hilfe man die
Natur in ganz neuem Licht betrachten kann.
Was war der peinlichste
Augenblick, den Sie erlebt haben?
In Indien entwickelte ich ein neues Anbausystem
für die Straucherbse und gewann die Bauern auf den Dörfern dafür, es
auszuprobieren. Es stellte sich als schrecklicher Fehlschlag heraus, weil die
Erbsen durch eine Krankheit vernichtet wurden. Hätte man sie auf herkömmliche
Art angebaut, wäre es nicht dazu gekommen. Ich habe dann immerhin dafür sorgen
können, dass das Forschungsinstitut die Bauern entschädigte.
Welchen Rat würden Sie
jungen Forschern geben?
Wenn sie gern etwas entdecken möchten, sollen
sie unerklärte Phänomene in der Biologe erforschen, an denen im Moment niemand
arbeitet. Ich würde ihnen nicht zu den gängigen Forschungsbereichen raten, wie
Molekularbiologie, Proteinaufklärung oder genetische Manipulationen. Wenn sie
allerdings eine ganz normale Karriere anstreben und viel Geld verdienen wollen,
dann wäre das das Richtige für sie.
Welcher Gestalt aus der
Wissenschaftsgeschichte würden Sie gern einmal begegnen?
Dem Evolutionsbiologen Alfred Russel Wallace
(1823-1913). Er ist einer meiner großen Vorbilder. Sein Horizont war viel weiter
als der von Darwin. Wir wissen zwar jede Menge über Darwin, doch kaum etwas
über Wallace.
Was würden Sie die Person
dann gern fragen?
Ich würde ihn gern zur Biologie Südostasiens
befragen, die er umfassend erforschte. Auch hatte er ganz andere Ansichten über
die Evolution als Darwin. Er sah dort eine schöpferische Kraft am Werk statt nur
blindem Zufall. Mich würde interessieren, wieso er eine solche Kraft für
notwendig hielt.
Die Fragen hat David Jay Brown
zusammengestellt. Falls sie eine weitere Frage für wichtig halten, wenden Sie
sich bitte an info[at]sheldrake.org.
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